Gastbeitrag: Angeltour

Gastbeitrag: Angeltour

Dies ist ein Gastbeitrag. Wir danken für den lesenswerten Bericht der Angeltour.

Tagessession

 

Ein Rucksack, ein Trolley, ein Schirmzelt, eine Karpfenliege, ein bisschen was für den Hunger und natürlich meine zwei Karpfenruten durften nicht fehlen. So begab ich mich auf den Weg für eine Overnightsession nach Frankreich. Ein Abenteuer, das definitiv für immer in meinem Gedächtnis bleibt!

 

Die Anfahrt

Ein guter Freund hat bereits seit mehreren Tagen erfolgreich an einem sehr abgelegenen Waldsee in Frankreich geangelt, sowas konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Das Wetter war zu hundert Prozent auf meiner Seite, der Luftdruck war grandios, und so packte ich meine „sieben Sachen“ und war auch schon nach circa 3 Stunden Autofahrt, vor Ort. Angekommen inmitten eines traumhaften Waldgebiets, mit unberührter Natur, einfach magisch! Ab hier musste ich zu Fuß weiter, und so packte ich meinen Trolley mit dem sperrigen Equipment voll, und alles, was nicht mehr darauf passte, kam in den Tasmanian Tiger Mil Ops Pack 30, wirklich unfassbar, was man in so ein Daypack alles reinbekommt!

 

Auspacken und wieder einpacken

Mit vollem Gepäck ging es nun noch ungefähr einen Kilometer durch Stock und Stein, aber was tut man nicht alles als Karpfenangler, um seinen Zielfisch zu fangen! Übermotiviert und durch den TT Mil Ops Pack 30 auch sehr Rückenschonend, bin ich letzten Endes trotz einem Loch im Reifen vom Trolley, angekommen - zurück wird definitiv komplizierter, da die Luft im Reifen nur für den Hinwegreichte und ich kein Werkzeug zum flicken da hatte. Was mich nicht umbringt, macht mich härter, heißt es ja!

 

Im Einklang mit der Natur

Angekommen am See hielt ich kurz inne und schaute auf das Wasser - ein Anblick der für den Moment alles vergessen lässt. Bis ich meinen Freund gesehen habe, der mir von der anderen Seite des Sees zuwinkte, nochmal rund 200 Meter mehr laufen - Endspurt! Nach einer schnellen Begrüßung konnte ich auch nicht mehr länger warten und nutzte direkt das Boot vom Kollegen um mit meinem Deeper Echolot gute Spots zu finden.

Es ging nicht lange bis ich ein lang gezogenes Plateu, das von 6 auf 3 Meter Wassertiefe anstieg finden konnte. Und so landete auch schon die erste Markerboje im Wasser, damit ich die Position später nochmal schneller finden konnte. Die zweite Stelle fand ich in Ufernähe inmitten eines Krautfelds, dort befand sich eine völlig freie Fraßstelle, mit hartem Boden, auf 1,60 Meter Wassertiefe.

 

Auf die Plätze, fertig, warten

Tacventure Outdoor Blog

Eine Mischung aus verschiedenen Insekten, Liquid, Stickmix und gecrushten Boilies, verteilte ich dezent auf beiden Spots und legte unmittelbar danach die Ruten dort ab. Nun hieß es warten! Mein Kollege war in der Zwischenzeit damit beschäftigt mir und sich, mit dem Highlander HPX200 Gaskocher, ein paar Steaks auf der Pfanne zu braten.

Gutes Essen am Wasser ist bei uns nämlich ein muss, selbst wenn es sich nur um eine Daysession handelt, ich bin kein Fünf-Minuten-Terrinen-Typ. Kurz danach brach auch schon die Dämmerung an und ich kochte mir noch schnell vor dem zu Bett gehen im Highlander Blade Fasttboil 3 heißes Wasser ab und gönnte mir einen Früchtetee, während ich den Sternklaren Himmel betrachtete und immer wieder mal einen Karpfen springen hörte - das sind die richtig Zeichen, für eine erfolgreiche Session!

 

Beisszeit

Nach einer komplett ruhigen Nacht, fühlt man sich beim Karpfen angeln zwar erholt, aber vorbereitet ist man generell immer auf schlaflose Nächte, denn der Zielfisch soll ja beißen. Und so stellt man sich dann immer die Fragen: Liegt meine Montage gut, oder hat sich der Köder verheddert? Was mache ich falsch? Bis kurz vor meiner Abreise musste ich tatsächlich noch warten und es war die richtige Entscheidung, die Falle liegenzulassen.

Der sogenannte Einpackfisch, biss als ich gegen Mittag anfing mein Zeug zur Abreise wieder auf den Trolley zu packen. Die Ruten kommen natürlich immer zum Schluss, genau wegen dieser Momente, die ich ehrlich gesagt schon öfter erleben durfte. Dieser Karpfen war ein wahres Kraftpaket und ich zögerte nicht lang und stieg zum Drillen auf das Boot, weil ich merkte, dass der Fisch nach rechts in eine Krautbucht mit vielen Wurzeln im Wasser zog.

Nach circa 20 Minuten, konnte ich ihn geschmeidig über den Kescherrand führen und ihn damit auf der Habenseite verzeichnen. Unbeschreiblich glücklich paddelte ich zurück ans Ufer, wo kameratechnisch schon alles für diesen Moment vorbereitet war. Schaut euch dieses Prachtexemplar an.

 

Karpfenangeln

 

Catch and release

 

Don‘t kill your dreams, so lautet ein bekannter Karpfenangler Spruch, und da wir hier in Frankreich sind, durfte der Karpfen, nachdem ich ihn mit Carpcare versorgt hatte, auch wieder weiter schwimmen. Das breite Grinsen in meinem Gesicht hielt nun an, trotz Rückreise, trotz kaputten Reifen! Ich gehe immer mit der Intension ans Wasser, die Natur zu genießen und einfach mal abzuschalten, der Fisch, den ich fange, ist lediglich ein Bonus, der mich einfach nur noch glücklicher macht. Und so packten wir gemeinsam unser Zeug und machten uns auf den Rückweg. Als wir so durch den Wald zurückliefen und ich mir diesen unfassbar schönen Ort ansah, kam ich auf eine Idee…

 

Wandertour

Ich beschloss mein Zeug ins Auto zu werfen und den TT Mil Ops Pack 30 mit ein paar Kleinigkeiten wie Regenbekleidung, meiner Kamera, Stativ, einer Campingdecke, bisschen was zum Knabbern und einer Flasche Wasser zu packen. Mein Kollege schloss sich mir an und ich bekam noch die ein oder andere Kleinigkeit von ihm in den Daypack. So genossen wir noch die letzten paar Stunden inmitten des Waldes, den ich definitiv weitere male besuchen werde! Ein leichter Regenschauer ermutigte uns letzten Endes umzudrehen, und endlich unsere Rückreise anzutreten. Dieser Waldsee wird mit Sicherheit nochmal besucht, doch bis dahin werden noch ein paar andere Abenteuer angepeilt - stay tuned!

Tacventure Blog

 

Ich danke dir vielmals für das Lesen meines Blogbeitrags und wünsche dir alles erdenklich Gute!

 

 

Liebe Grüße

Wladi

Instagram: carp.wladikiz

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